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Domain-Recht
Internet-Recht

Archive for März, 2006

outlookexpress.de

Domain des Monats August ist “outlookexpress.de”.
Auch harte Kerle wie Domain-Grabber laesst der Wahlkampf nicht
unberuehrt: anstatt den Softwaregiganten Microsoft mit der Do-
main outlookexpress.de zu aergern und auf Konkurrenzprodukte
zum dominierenden eMail-Programm zu verweisen, nutzt der Ber-
liner Philipp Louis die Adresse zum aktiven Wahlkampf, indem
er auf die Website ichwaehlekeinebayern.de weiterleitet. Dort
macht er auf satirische Weise Stimmung gegen den Unionskanzler-
kandidaten Edmund Stoiber.

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Rauhe Sitten - Australien blockt Domain-Handel

Die australische Vergabestelle auDA (.au Domain Administration
Ltd.) greift hart durch: allein die Absicht, die generische Do-
main sport.com.au verkaufen zu wollen, fuehrte wegen Verstosses
gegen die Vergabebedingungen zur Rueckgaengigmachung der bereits
bestehenden Registrierung.
Ausloeser der Loeschung war, dass eine nicht naeher bekannte
Person, die sich die Domain erst vor kurzem bei einer oeffent-
lichen Auktion der Vergabestelle sichern konnte, diese beim
Online-Auktionaer eBay gegen ein Mindestgebot von AU$ 900,- ver-
kaufen wollte. Nach den Richtlinien der auDA erhaelt man aber
bei der Registrierung von Adressen unterhalb der Top Level Do-
main .au nicht das Inhaberrecht an der Domain, sondern ledig-
lich ein zeitlich begrenztes Lizenzrecht. Damit unterscheidet
sie sich wesentlich von Domains unter zahlreichen anderen En-
dungen wie etwa .de oder .com: dort traegt der Registrar seinen
Kunden im Regelfall als Inhaber (”Eigentuemer”) des Domain-Namens
ein. Als solchem stehen ihm umfassende Rechte wie der Verkauf
oder die Verpachtung zu. Domain-Handel ist somit in Australien
nicht wie gewohnt moeglich.

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Falsches Spiel bei der .org-Vergabe?

Das Buero der ICANN hat den Bericht ueber die elf Bewerber um die
.org-Verwaltung vorgelegt, die zum 01.01.2003 neu vergeben wird.
Unerwartet sprach das Buero eine Empfehlung aus: Die Internet
Society (ISOC) zusammen mit Afilias moege die .org-Verwaltung
uebernehmen. Das Ergebnis ist umstritten und kann moeglicherweise
noch von der Community per eMail und in einem extra eingerichte-
ten Forum beeinflusst werden. Allerdings sind die Chancen gering.
Bei heise.de sieht man die zu erwartende .org-Neuvergabe zu Recht
als erneuten Hinweis darauf, “wie stark trotz aller Bemuehungen der
ICANN um Objektivitaet letztlich politische Erwaegungen in den Ent-
scheidungsprozessen eine Rolle spielen.” Die engen Verbindungen
zwischen ISOC und ICANN sowie Afilias-Mitgliedern, die als finanz-
starke Registrare ICANN mitfinanzieren, werden das ihrige dazu
beigetragen haben, die Empfehlung von ISOC auszusprechen.

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Droht Monster-Abmahnwelle gegen zilla-Domains?

Das japanische Medienunternehmen Toho, Inhaber der Marke “God-
zilla”, eroeffnet wohl eine neue Abmahnwelle. Toho forderte den
Inhaber des Weblog Davezilla auf, sein Logo (einen Cartoon-Drachen)
wegen akuter Verwechslungsgefahr im Zusammenhang mit dem Begriff
“Zilla” nicht mehr zu benutzen. Mit der Aktion soll vermutlich
ein Angriff gegen die Entwicklerorganisation des Browsers Mozilla
und andere *zilla-Domains eingeleitet werden.

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Dom-Wars - Episode 1: Die dunkle Bedrohung

Dass Domains nur dazu erfunden wurden, um in Rechtsstreitigkei-
ten als Gelddruckmaschine fuer Damen und Herren in schwarzer Robe
herzuhalten, ist, wie so viele pauschale Aussagen, natuerlich in
keiner Weise haltbar …
Eine ganze Branche hatte sich vor wenigen Jahren aufgemacht, ein
neues Terrain zu erobern und Claims abzustecken. Die Verdienst-
moeglichkeiten schienen bei Millionen und Abermillionen Domain-
Registrierungen schier unerschoepflich, mochte auch noch so viel
Anwaltsnachwuchs auf den Markt draengen. Aber kaum hatte man den
Fuss ins Internet gesetzt, entpuppte sich der Traum vom finanzi-
ellen Paradies als wenig realistisch.

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